Hoch hinaus und abtauchen – ein 6-Tage-Trek im Bergseenparadies
Entdecke den Gotthard-Kristall-Trek – eine eindrucksvolle 6-tägige Fernwanderroute durch die Schweizer Alpen in der Region Andermatt und Disentis Sedrun. Die Strecke zeichnet sich durch abwechslungsreiche Etappen, kristallklare Bergseen, stille Passübergänge und spektakuläre Aussichten aus. Sie ist ideal für alle, die das alpine Hochgebirge abseits bekannter Routen erleben möchten und dabei einzigartige Naturkulissen entdecken wollen.
Was den Gotthard-Kristall-Trek so besonders macht? Die Möglichkeit, in kristallklaren Bergseen zu baden, funkelndes Gestein zu bestaunen und die unberührte Schönheit der Alpen hautnah zu erleben.
Etappe 1: Von Andermatt zum Gotthardpass
7 h 10 min | 20.8 km | 1'385 m ↑ | 737 m ↓
Die erste Etappe des Gotthard-Kristall-Treks führt von Andermatt entlang der Reuss nach Hospental und weiter hinauf zur Gatscholalücke auf 2’528 m ü. M.. Der gleichmässige Aufstieg wird mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Furkapass sowie die Gletscher von Damma- und Galenstock belohnt. Nach dem Pass laden die Valetta- und Orsirora-Seen zu einer Pause oder Erfrischung ein. Vorbei am türkisfarbenen Lucendro-Stausee erreichst du schliesslich den Gotthardpass, wo die Etappe endet.
Die erste Etappe des Gotthard-Kristall-Treks startet im Herzen von Andermatt. Der Weg führt entlang der Reuss und vorbei am Golfplatz gemütlich bis nach Hospental. Ab hier beginnt der Anstieg zur Gatscholalücke – dem ersten Zwischenziel. Zunächst verläuft der Pfad im Schatten entlang der historischen Gotthardpassstrasse, bevor die Route die Strasse quert und in sonnigerem Gelände weiterführt. Schritt für Schritt lässt man den Verkehrslärm hinter sich und taucht tiefer in die alpine Bergwelt ein. Die Steigung ist angenehm und moderat – ein idealer Einstieg in eine sechstägige Wanderung. Achtung: Auf dieser Etappe gibt es nur wenige Wasserstellen. Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen!
Unterwegs öffnet sich ein spektakulärer Panoramablick auf den Furkapass und die beeindruckenden Gletscher von Damma- und Galenstock. Nach rund fünf Stunden erreicht man den höchsten Punkt der Etappe – die Gatscholalücke auf 2'528 m ü. M. Hinter dem Pass öffnet sich der Blick auf die idyllischen Valetta- und Orsirora-Seen, perfekte Orte für eine wohlverdiente Pause oder ein erfrischendes Bad.
Nach der Erfrischung führt die Route talwärts, kurz unterbrochen von einem kleinen Gegenanstieg. Bald erscheint der Pizzo Lucendro und der türkis schimmernde Lucendro-Stausee – ein echtes Postkartenmotiv. Der Abstieg führt weiter zum Gotthardpass, wo Einkehrmöglichkeiten wie der beliebte Raclette-Stand zur Stärkung einladen.
Übernachtet wird im geschichtsträchtigen Ospizio Gotthardo aus dem Jahr 1237. Nach einem feinen Abendessen in der stilvoll renovierten Unterkunft ist man bestens gerüstet für die nächste Etappe dieser unvergesslichen Mehrtageswanderung.
Vom Gotthardpass führt die Route zunächst zum idyllischen Sella-Stausee. Anschliessend geht es auf einem wenig begangenen Pfad hinauf zu den markanten Gloggentürmli. Der blau-weiss markierte Alpinwanderweg verlangt etwas Trittsicherheit und führt weiter zur Hochebene «Im Vorderen Loch» mit drei malerischen Bergseen. Nach dem letzten Anstieg zur Gfallenenlücke eröffnet sich ein Panorama mit bis zu neun weiteren Seen. Der abwechslungsreiche Abstieg endet bei der gemütlichen Vermigelhütte.
Die Etappe im Detail
Nach einer erholsamen Nacht auf dem Gotthardpass startet die zweite Etappe des Gotthard-Kristall-Treks. Die Route führt zunächst gemütlich zum Sella-Stausee. Nach einem kurzen Abschnitt parallel zur Strasse und einem Stück Asphalt biegt der Wanderweg ab und steigt stetig an – erst auf einer alten Militärstrasse, dann auf einem schmalen, wenig begangenen Pfad.
Nach rund zwei Stunden erreicht man den einsamen Pass bei den markanten Gloggentürmli – ein landschaftliches Highlight dieser Etappe. Von hier geht es bergab, bevor der nächste Pass in Sichtweite kommt. Der blau-weiss markierte Alpinwanderweg erfordert Konzentration: Zwar technisch nicht extrem anspruchsvoll, aber teils schlecht markiert und mit grossen Felsblöcken gespickt. Besonders bei Nebel kann die Orientierung herausfordernd sein.
Kurz vor der nächsten Passhöhe öffnet sich die Hochebene «Im Vorderen Loch» mit drei malerischen Bergseen auf über 2'600 m ü. M. – perfekt für eine Pause oder mutige Abkühlung im eiskalten, milchig-blauen Wasser. Ein tolles Foto gibt es garantiert und wer mit dem Kopf abtaucht, riskiert einen erfrischenden «Brain-Freeze». Nach der belebenden Abkühlung kann man sich noch etwas auf den warmen Felsen sonnen und die Ruhe geniessen. Frisch gestärkt geht es hinauf zur «Gfallenenlücke», wo ein grandioser Ausblick bis ins Gemsstock-Gebiet wartet. Bei klarer Sicht lassen sich bis zu neun weitere Bergseen entdecken – ein echtes Etappen-Highlight.
Der abwechslungsreiche Abstieg, teils mit gesicherten Passagen, führt schliesslich hinunter zur Vermigelhütte auf 2'000 m ü. M. – dem gemütlichen Tagesziel mitten in der alpinen Bergwelt.
Etappen-Highlights
Passübergang bei den Gloggentürmli
Hochebene «Im Vorderen Loch» mit drei Bergseen
Das legendäre Vermicelles-Dessert in der Vermigelhütte
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Schwierig
Gotthard-Kristall-Trek: Etappe 2
Wandern
14.9
km
6:25 h
1239 hm
1127 hm
Details
Etappe 3: Von der Vermigelhütte nach Rueras via Piz Cavradi
7 h 40 min | 19.9 km | 1'014 m ↑ | 1'655 m ↓
Die dritte Etappe beginnt mit einem Abstieg von der Vermigelhütte zum Lolenpass, einem echten Geheimtipp mit 47 Kehren und moderater Steigung. Nach einer Stärkung in der Maighelshütte folgt der Aufstieg auf den Piz Cavradi, der mit einer grossartigen Aussicht belohnt. Der anschliessende Abstieg führt Richtung Lai da Curnera ins charmante Dorf Tschamut. Entlang des Golfplatzes in Selva, dem ersten Golfplatz am Rhein, geht es entspannt weiter bis nach Rueras.
Die Etappe im Detail
Von der Vermigelhütte startet die Etappe mit einem kurzen Abstieg, bevor der Aufstieg zum Lolenpass beginnt – ein echter Geheimtipp. Der Pass beeindruckt mit 47 perfekten Kehren und einer angenehm gleichmässigen Steigung, die ideal für den Einstieg in den Tag ist. Trotz seiner Schönheit ist der Lolenpass wenig begangen, da viele Wandernde den Maighelspass wählen.
Beim Abstieg in den Kanton Graubünden liegt die Maighelshütte schon in Sichtweite – perfekt für eine Rast und ein feines Mittagessen. Von hier aus führt der Weg anspruchsvoller hinauf zum Piz Cavradi (T3+), der mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Der Abstieg zur Lai da Curnera-Seite ist technisch fordernd (T3-T4) und provisorisch markiert.
Nach der alpinen Passage folgt ein langer Abstieg ins Tal, der kurz über Asphalt verläuft. In Tschamut angekommen, geht es weiter durch das charmante Dorf und vorbei am Golfplatz in Selva – dem ersten Golfplatz am Rhein. Wer mag, legt im Golfrestaurant eine Pause ein. Der letzte Abschnitt führt gemütlich bis nach Rueras, mit Blick auf die historische Burgruine Pontaningen.
Etappen-Highlights
Der ruhige und wenig begangene Lolenpass
Panorama vom Piz Cavradi
Blick auf die historische Burgruine Pontaningen
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Schwierig
Gotthard-Kristall-Trek: Etappe 3
Wandern
19.9
km
7:40 h
1655 hm
1014 hm
Details
Etappe 4: Von Rueras zur Etzlihütte via Hexensee
5 h 45 min | 11.2 km | 1'358 m ↑ | 720 m ↓
Von Rueras führt der Weg durch den schattigen Uaul Flurin, bevor der Anstieg zur Alp Caschlé beginnt. Nach rund 1’000 Höhenmetern erreichst du die sagenumwobene Platta dil Barlot, wo laut Legende einst Hexen tanzten. Weiter geht es zum idyllischen Hexensee, gefolgt von einem kurzen Abstieg und dem letzten Anstieg zu den Mittelplatten. Oben angekommen eröffnet sich ein überraschender Blick bis zum Vierwaldstättersee. Der Abstieg endet bei der Etzlihütte, wo ein Bad im Hot Pot für Entspannung sorgt.
Hinweis: Die Etzlihütte bleibt im Sommer 2026 aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen. Bei guter Witterung ist lediglich ein Kioskbetrieb vorgesehen, Übernachtungen sind nicht möglich. Wir empfehlen, den Gotthard-Kristall-Trek in diesem Zeitraum etappenweise zu planen oder Teilabschnitte als Tageswanderung zu unternehmen. Etappe 4 eignet sich beispielsweise ideal als Rundtour zum Hexensee und zurück. Für sehr erfahrene und gut trainierte Wanderinnen und Wanderer besteht zudem die Möglichkeit, Etappe 4 und 5 zusammenzulegen. Diese Variante erfordert jedoch eine sehr gute Kondition und sollte nur bei stabilen Wetterverhältnissen und auf eigene Verantwortung gewählt werden.
Die Etappe im Detail
Der vierte Wandertag startet in Rueras und führt durch den schattigen Uaul (Rätoromanisch für Wald) Flurin, bevor der anstrengende Anstieg zur Alp Caschlé beginnt. Nach etwa 1'000 Höhenmetern erreicht man die «Platta dil Barlot» – ein flacher Felsen, auf dem der Legende nach einst Hexen tanzten. Vom Caschlé-Gipfel führt der Weg entlang einer Bergkante bis zum malerischen Lai dalla Stria, auch als Hexensee bekannt. Die blau-weisse Markierung ist zu Beginn schwer zu erkennen, aber mit GPS bleibt man auf der richtigen Route.
Die bereits geleisteten Höhenmeter bis zum Hexensee werden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt und wer es wagt, kann sich im eiskalten Wasser erfrischen. Nach einem kurzen Abstieg folgt der Aufstieg zu den Mittelplatten, hier hat man den Grossteil der Höhenmeter des Tages bereits hinter sich. Vom Übergang aus eröffnet sich ein unerwarteter Blick auf den Vierwaldstättersee – ein wahres Highlight inmitten der Bergwelt. Der Abstieg zur Etzlihütte erfordert Konzentration, belohnt aber mit einem kühlen Fussbad im Bach und einem gemütlichen Weg zum Ziel.
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Schwierig
Gotthard-Kristall-Trek: Etappe 4
Wandern
11.2
km
5:45 h
720 hm
1358 hm
Details
Etappe 5: Von der Etzlihütte zur Treschhütte
3 h 45 min | 8.1 km | 517 m ↑ | 1'093 m ↓
Direkt hinter der Etzlihütte beginnt die fünfte Etappe mit beeindruckenden Ausblicken auf Witenalpstock und Oberalpstock. Nach einem kurzen Anstieg erreichst du den Spillauisee auf 2’300 m ü. M., eines der Highlights des gesamten Treks. Optional kannst du zum See absteigen. Über die Pörtlilücke geniesst du nochmals weite Panoramen, bevor der fordernde Abstieg zur Treschhütte folgt. Nach weniger als vier Stunden erreichst du die tiefstgelegene SAC-Hütte der Alpen.
Die Etappe im Detail
Die fünfte Etappe des Gotthard-Kristall-Treks ist kurz, aber voller landschaftlicher Highlights. Direkt hinter der Etzlihütte startet der Aufstieg mit beeindruckendem Blick auf den Witenalpstock und Oberalpstock – besonders schön bei aufgehender Sonne. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man nach etwa einer Stunde das Highlight des Tages: den Spillauisee auf 2'300 m ü. M. Hier bietet sich die Möglichkeit, den Wanderweg zu verlassen und zum See hinabzusteigen – die zusätzliche Anstrengung lohnt sich. Mitten im Wasser liegt ein grosser Stein, den man bei niedrigem Wasserstand erreichen kann
Zurück auf der Hauptroute führt der Weg weiter zur Pörtlilücke, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge geniesst. Der anschliessende Abstieg zur Treschhütte ist technisch einfach, aber mit über 1'000 Höhenmetern fordernd. Bei Nässe sind Felspassagen teilweise rutschig, wurden aber mit Ketten gesichert. Nach weniger als vier Stunden erreicht man das Tagesziel: die Treschhütte, die tiefstgelegene SAC-Hütte in den Alpen.
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Schwierig
Gotthard-Kristall-Trek: Etappe 5
Wandern
8.1
km
3:45 h
1093 hm
517 hm
Details
Etappe 6: Von der Treschhütte zum Oberalppass
5 h 10 min | 12.3 km | 1'016 m ↑ | 452 m ↓
Der letzte Tag führt von der Treschhütte hinauf zur Fellilücke. Der Aufstieg dauert rund zwei bis drei Stunden und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke sowie kleine Kristallfunde am Wegesrand. Von der Fellilücke ist der Oberalppass mit seinem ikonischen Leuchtturm bereits sichtbar. Über einen entspannten Höhenweg erreichst du den Lutersee, der zur Erfrischung einlädt. Der Abstieg zum Oberalppass und ein gemütlicher Spaziergang entlang des Oberalpsees bilden den stimmungsvollen Abschluss des Treks.
Die Etappe im Detail
Der letzte Wandertag beginnt von der morgens im Schatten gelegenen Treschhütte und führt hinauf zur Fellilücke. Der Aufstieg dauert zwei bis drei Stunden und verläuft mit einer gleichmässigen Steigung. Unterwegs passiert man eine Alp mit Kühen und Hühnern. Die letzten Meter zum Pass führen über grössere und kleinere Felsblöcke, wobei immer wieder kleine Kristalle am Boden entdeckt werden können.
Vom der Fellilücke aus hat man bereits den Oberalppass im Blick, mit seinem ikonischen Leuchtturm. Ein entspannter Höhenweg führt zum Lutersee, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Der kurze Abstieg zum Oberalppass endet mit einem gemütlichen Spaziergang entlang des Oberalpsees. Nach sechs Tagen erreicht man das finale Ziel: den Leuchtturm am Oberalppass.
Die Ankunft am Oberalppass sollte gefeiert werden! Im Restaurant Alpsu gibt es köstliche Gerichte und hausgemachte Cremeschnitte – die perfekte Belohnung nach sechs anspruchsvollen Wandertagen.
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Schwierig
Gotthard-Kristall-Trek: Etappe 6
Wandern
12.3
km
5:10 h
452 hm
1016 hm
Details
Packliste für deine Weitwanderung
Gut vorbereitet auf den Gotthard-Kristall-Trek oder andere Weitwanderungen rund um Andermatt, Sedrun und Disentis? Unsere praktische Packliste hilft dir, nichts zu vergessen – ideal zum Abspeichern oder Ausdrucken für unvergessliche Tage in der alpinen Bergwelt.
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